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  • AutorenbildHarald K.-H. Beintze

Ein Finanzielles Leitbild – wer braucht denn so was?

Aktualisiert: 5. Juli 2023

Die Frage ist natürlich berechtigt und die Frage soll auch beantwortet werden.


Dazu gehen wir zurück in die 90er Jahre. Vor mehr als 30 Jahren waren die Produktvielfalt und die Anlagemöglichkeiten nicht so groß und komplex wie heute. Der stetige Wandel brachte eine permanente Anpassung an neue Verhältnisse mit sich.


Die ersten spürbaren und einschneidenden Erfahrungen haben wir alle mit dem terroristischen Anschlag vom 11. September und den darauffolgenden Zusammenbruch des Neuen Marktes gemacht. Danach folgte 2008 bis 2009 die Finanzmarktkrise und im Jahr 2020 die Corona-Pandemie, von der wir heute noch die Auswirkungen spüren.


Aktuell beschäftigen uns andere Krisenherde, auf die jeder unterschiedlich reagiert und die Auswirkungen auf unsere Zukunft haben werden. Die Vergangenheit ist interessant, denn aus der Vergangenheit ziehen wir unsere Erfahrungen.


Viel wichtiger aber wird für uns die Zukunft sein, denn die Zukunft können wir mitgestalten und selbst in die Hände nehmen. Der Wandel ist somit ein stetiger Begleiter, auf den wir uns einstellen sollten.


Es ist allgemein bekannt, dass sich Probleme aus der Vergangenheit nicht auf der gleichen Stufe lösen lassen, auf der sie eingetreten sind.




Viele versuchen aber genau das und nur wenige haben damit Erfolg. Für uns alle bedeutet das, dass wir aufgrund der Komplexität der Produktwelt und der veränderten Erwartungen in Zukunft andere Wege gehen sollten.


In der Vergangenheit wurden Finanzprodukte angeboten, die nicht immer mit unseren Zielen konform waren. Häufig haben wir uns von den Produkten und den genannten Vorteilen mehr erhofft.


Aber: Obwohl sich unsere Welt ständig verändert und wir uns den neuen Herausforderungen stellen müssen, stehen die Produkte bei den meisten Beratungen immer noch im Vordergrund.


Eine Finanzplanung setzt genau an dieser Stelle an. Zuallererst wird Transparenz geschaffen, indem alles in einem Bild (Liquiditätsverlauf) aufgezeigt wird. Danach erfolgt der Abgleich mit den persönlichen Bedürfnissen.


Wenn beides erfolgt ist, wird klar, was benötigt wird, überflüssig ist und geändert werden kann. Im Anschluss können Szenarien erarbeitet werden, damit die Auswirkungen der Entscheidungen sichtbar werden. An dieser Stelle gibt es Antworten auf bisher ungeklärte Fragen.


Die Vorgehensweise ist höchst effektiv und damit auch erfolgversprechend.


Effektivität geht immer vor Effizienz!


Zuerst muss klar sein, wohin die Reise gehen soll. Wenn das Ziel feststeht, wird die effektivste Route gewählt oder es wird bewusst ein Umweg eingegangen.





Mit Ihren Zielen sollte es genauso sein. Was ist Ihnen wichtig im Leben? Stellen Sie sich die folgenden Fragen?


Soll es die eigene Immobilie sein?


Suchen Sie nach mehr Kostentransparenz, Rendite oder ist Ihnen eher Sicherheit wichtig?


Möchten Sie lieber sichergehen, dass die Familie und das Familienvermögen ausreichend abgesichert sind?


Spielen Sie mit dem Gedanken, in die Selbstständigkeit zu gehen?


Sind Sie in der Selbstständigkeit und wissen nicht , ob die Rentenvorsorge reicht oder die gesetzliche bzw. die private Krankenversicherung die passende Wahl ist?


Welches Ziel verfolgen Sie, steht also immer im Mittelpunkt.

Aber sind Sie sich sicher, dass die gewählten Lösungen zur Zielerreichung beitragen?


Wie wir wissen, wird jedes Ziel zweimal geschaffen. Einmal in Gedanken, also am Anfang und ein zweites Mal physisch, wenn Sie das Ziel verwirklichen.


Sicher können Sie sich darunter etwas vorstellen, aber ein Beispiel kann nicht schaden:


Stellen Sie sich den Bau einer Immobilie vor. Bevor mit dem Hausbau begonnen wird, werden die Grundrisse entworfen und die Zimmergrößen festgelegt. Im Anschluss werden ein Architekt, ein Bauingenieur oder eine Hausbaufirma hinzugezogen. So nehmen die Vorstellungen Gestalt an.


An dieser Stelle erfolgt auch die Plausibilitätsprüfung, also die Frage, stimmt alles so wie geplant. Ist der Grundriss festgezurrt, beginnt die Umsetzung. Die Umsetzung ist nur noch der Weg zum Haus. Die Vorarbeit wurde bereits mit der Planung getroffen.





Hand aufs Herz. Haben Sie sich im Vorfeld zu Ihren Finanzanlagen oder Versicherungen intensiv um die Planung Ihrer Absicherung, die Auswahl der richtigen Geldanlage oder die Bedeutung Ihres Humankapitals gekümmert?


Haben Sie einen unabhängigen Berater einbezogen, der den Plan auf Plausibilität geprüft hat?


Haben Sie einen Fachmann mit der kompletten Umsetzung beauftragt oder sich einzelne Spezialisten ausgesucht?


Für die Umsetzung benötigen Sie vermutlich auch mehr als nur einen Fachmann.


Denn wer alles anbietet, muss nicht alles können. Wenn Sie nur einen Berater mit der Umsetzung beauftragen, laufen Sie Gefahr, dass Sie zu schnell und in die falsche Richtung unterwegs sind.


So wie ein Handwerker nicht alles kann, kann auch ein Finanz- oder Vermögensberater nicht in allem gut sein. Die Spezialisierung ist Fluch und Segen zugleich.


Wenn Sie mit Spezialisten arbeiten möchten, dann benötigen Sie einen guten Plan und jemanden an Ihrer Seite, der ohne Produktinteresse die Abstimmung vornimmt.


So wie der Architekt beim Hausbau zur richtigen Zeit die passenden Handwerker einsetzt, so wird der Finanzplaner zum jeweiligen Thema die besten Spezialisten hinzuziehen.


Wenn Sie mit Ihren bisherigen Ergebnissen zufrieden sind, dann kann ich Sie nur beglückwünschen. Es stellt sich dann nur die Frage, wo könnten Sie heute stehen, wenn Sie für sich damals eine Finanzplanung mit einem Finanziellen Leitbild erstellt hätten?


Wenn Sie bisher mit dem Erreichten nicht einverstanden sind oder es Fragen gibt, auf die Sie keine Antworten haben, dann sollten Sie das mit einer Finanzplanung und einem Finanziellen Leitbild herausfinden.


Wir alle haben ungenutzte Ressourcen und Potenziale, die wir nicht ausschöpfen.


Wahrscheinlich werden wir nie alle Ressourcen nutzen, geschweige denn, alles richtig machen. Wenn Sie jedoch nur 20 bis 30 Prozent mehr ausschöpfen als bisher, verbessern Sie Ihre Lebensqualität.


Mit einer Finanzplanung und einem Finanziellen Leitbild treffen Sie aufgrund von Wissen Ihre Entscheidungen und nicht aufgrund von Ratschlägen oder Vermutungen von Dritten.


Am Anfang war die Frage: Eine Finanzplanung – wer braucht denn so was?


Die Frage können Sie sich vermutlich jetzt selbst beantworten. Eine Finanzplanung dient dazu, die finanziellen Ziele mit den persönlichen Bedürfnissen abzugleichen. Mit einer Finanzplanung und einem Finanziellen Leitbild werden die Ressourcen, also unser Geld und unsere Möglichkeiten, richtig eingesetzt. Es wird erkannt, wo mögliche Hindernisse bei der Verfolgung unserer Ziele sind, auf die wir aktiv eingehen können. Mit einer Finanzplanung wird Klarheit, Transparenz und Unabhängigkeit geschaffen.


Zudem ist eine Finanzplanung keine Frage des Gelds oder der Vermögenswerte.


Denn gerade wenn Geld und Vermögen nicht im Überfluss vorhanden sind, müssen wir unsere Ressourcen richtig einsetzen und unsere Möglichkeiten ausschöpfen.


In diesem Sinn wünsche ich viel Erfolg und für die Zukunft immer die richten Entscheidungen.


Ihr Harald K.-H. Beintze

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