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  • AutorenbildDr. Martin Pestel

Gute Startbedingungen für ein langes Baumleben

Aktualisiert: 4. Mai 2023

Nicht nur, dass wir 100 Laubbäumen eine Zukunft gegeben haben, ist ein gutes Gefühl, nein, auch dass sie durch den Stiftungsrahmen ihrer Funktion als „Dauerspeicher“ für Kohlenstoff lange gerecht werden können, passt zu unserem Ziel.

Unser Pflanztag war wettermäßig ideal gewählt, denn unsere Bäumchen konnten schon vom nächsten Tag an, während einer mehrtägigen Regen- und Schneephase beim Anwachsen vom Niederschlagswasser profitieren.

Nach der Pflanzung ist es besonders wichtig, dass die Wurzeln durch einen feuchten Boden zum Wachsen angeregt werden. Somit entsteht schnell eine Grundlage für das spätere Höhenwachstum. Sprichwörtlich sind die Bäume am Standort gut verwurzelt. Von den Forstarbeitern wurde uns eingehend der Pflanzprozess erklärt, wobei es besonders wichtig ist, die Wurzeln der Setzlinge in der natürlichen Wuchsrichtung ins Pflanzloch zu stecken. Auf keinen Fall dürfen die Wurzeln nach oben gebogen oder in sich verschlungen werden, sonst würden sie sich gegenseitig behindern. Beim Verschließen des Pflanzloches muss die Erde gut angedrückt werden, um Hohlräume, in denen es zu Nässestau kommen kann, zu vermeiden. Stauende Nässe bedeutet immer Fäulnis und das behindert ein gutes Anwachsen. Durch den „Zipfeltest“ (leichtes Ziehen an der Spitze des fertig eingepflanzten Bäumchens) wurde sofort geprüft, ob ein fester Stand erreicht ist.

In der Anfangsphase des Wachstums spielt, wie schon beschrieben, die Wurzelausbildung eine große Rolle. Bei den auf unserem Standort gepflanzten Bäumen, handelt es sich fast ausschließlich um Herzwurzler. Das bedeutet, es sind Laubbäume, die ihre Wurzeln sowohl in die Breite als auch in die Tiefe, je nach den Bedingungen der Wasser- und Nährstoffquellen ausbilden können. Die Eichen wurzeln etwas tiefer als die Buchen und nutzen so auch tiefere Ressourcen.

Für unsere jungen Bäume ist es natürlich wichtig, einen Schutz gegen Verbiss besonders durch Schalenwild und Hasen zu haben. Die jetzige Höhe des Setzlings von ca. 30 – 70 Zentimeter stellt eine gefährdete Höhe da. Da der Winter erst einmal vorbei ist und die Pflanzung die nächsten 5 Jahre durch einen fachgerechten Wildzaun geschützt wird, ist hier ausreichend Vorsorge getroffen.

Mit der Frühlingssonne wird auch der Blattaustrieb angeregt und die Wurzeln erhalten die notwendigen Signale. Wir können auf einen guten Start unserer Bäumchen an diesem Standort vertrauen.



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