Falsche Annahmen führen zur Startverzögerung
- Harald K.-H. Beintze

- 14. Apr.
- 3 Min. Lesezeit
Nachdem mein erster Kennenlern-Podcast am 05. März erschienen ist, sollte schnellstmöglich der nächste folgen. Wenn es also schnell gehen soll und man sofort gehört werden will, greift man zum Telefonhörer und ruft einen Spezialisten an.
Mein Spezialist heißt Peter – Berufsmusiker seit über 40 Jahren und Betreiber eines eigenen Tonstudios. Wer könnte also besser passen?
Unser Gespräch lief ungefähr so ab:
„Servus Peter, ich will meinen vor drei Jahren begonnenen Podcast endlich weiterverfolgen.“
Schweigen. Und ich sage euch, warum: Vor drei Jahren habe ich Stunden in seinem Tonstudio verbracht – und aus Gründen, die nur ich kenne, habe ich den Podcast bis heute nicht gestartet. Klar, dass er davon nicht begeistert war.
„Bist du noch dran?“ – „Na klar. Aber gleich vorweg: Es wäre besser, du kaufst dir das richtige Equipment, damit du selbstständig und unabhängig von meiner Zeit arbeiten kannst.“
„Hey Peter, super Idee – genau das hatte ich vor. Dieses Mal brauche ich deine Hilfe beim Zusammenstellen des richtigen Zubehörs.“
Also frage ich: „Was brauche ich, um einen vernünftigen Podcast mit guter Stimmqualität aufzunehmen? Mein aktuelles Mikro bekommt das leider nicht hin – die Stimme ist zu leise und das Volumen zu gering.“
„Das ist ganz einfach. Du brauchst gar nicht viel. Als Erstes eine Vorstufe – und einen guten Kopfhörer, damit du deine Stimme richtig einstellen kannst.“
„Gut, und was genau ist eine Vorstufe?“ – „Eine Vorstufe verstärkt deine Stimme, bevor sie in den Rechner geht. Dann musst du später nichts nachbearbeiten und die Qualität ist deutlich besser. Du schließt sie einfach zwischen Rechner und Mikrofon – und schon klingt es wie im Studio.“
Geil, denke ich. Das ist super einfach! Ich sah mich schon auf dem Weg zum professionellen Podcaster.
„Welche Vorstufe und welchen Kopfhörer empfiehlst du?“ – „Kein Problem, ich stelle dir etwas zusammen, und dann bestellst du es einfach.“
Gesagt, getan. Die Lieferung kam, ich packe alles aus – und plötzlich habe ich Fragezeichen im Gesicht. Also rufe ich Peter an.

„Peter, wie schließe ich das an?“ – „Ganz einfach: Du gehst mit der Vorstufe ins Interface oder womit du sonst in den Rechner gehst, und schließt dein Mikro an.“
„Aha. Was ist ein Interface und wo kommt mein USB‑Stecker vom Mikrofon rein?“ – „Wie, USB?“ – „Naja … ich habe ein USB‑Mikrofon.“ – „Ah … das geht nicht.“
Der Profi ist selbstverständlich davon ausgegangen, dass ich ein richtiges Mikrofon mit XLR‑Anschluss habe – was natürlich nicht der Fall war. Und klar: Jeder besitzt ein Interface … nur ich nicht. Bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht einmal, was ein Interface ist.
Übrigens benötigt man ein Audio‑Interface, wenn man professionelle Mikrofone mit XLR‑Anschluss nutzen möchte und man analoge Audiosignale in digitale Daten umwandeln möchte.
So komme ich nicht weiter!
Wir einigten uns darauf, dass er eine komplette Einkaufsliste erstellt – mit allem Zubehör, das ich brauche, um endlich starten zu können.
Jetzt bin ich ausgestattet wie ein Profi und kann bald den nächsten Podcast aufnehmen.
Ich erzähle euch das aber nicht einfach nur, um etwas zu erzählen. Es steckt ein Gedanke dahinter.

Falsche Voraussetzungen – ein alltäglicher Fehler.
Wie oft kommt es vor, dass wir von falschen Voraussetzungen ausgehen und Annahmen treffen?
Wir glauben, unser Gegenüber wisse genau, wovon wir sprechen. Doch fachlich stehen wir oft auf unterschiedlichen Stufen – und dann muss es schiefgehen.
Dieses Erlebnis hat mir wieder einmal gezeigt, wie schnell und völlig unabsichtlich Missverständnisse entstehen.
Was hat das mit unserer Arbeitsweise zu tun?
Ganz einfach: Es ist essenziell, vor jedem Lösungsvorschlag zuerst den Status quo meines Gegenübers zu verstehen. Nur so können im Anschluss die richtigen Entscheidungen getroffen werden.
Ein gutes Beispiel dafür sind Effektivität und Effizienz.
Peter und ich waren eindeutig effizient (schnell), aber nicht effektiv (zielorientiert).
Das Ergebnis: Mehr Zeitaufwand als nötig – und ein etwas ungutes Gefühl.
Keine Sorge: Peter ist seit 47 Jahren einer meiner besten Freunde, und daran ändert dieses Missverständnis nichts. Aber in anderen Fällen kann eine falsche Annahme deutlich teurer werden.
Damit solche Fehler nicht passieren, gehen wir mit unseren Kunden nach einem bewährten 7‑Schritte‑System vor und erstellen ein Finanzielles Leitbild.
So stellen wir sicher, dass wir systematisch effektiv bleiben – und dass Effizienz erst dann ins Spiel kommt, wenn klar ist, welcher Weg der richtige ist.
Wenn Sie wissen möchten, welcher Weg der richtige für Sie ist und welche Vorteile ein Finanzielles Leitbild bietet, dann informieren Sie sich gerne vorab über unser Webinar: www.meinwebinar.com oder greifen einfach zum Telefonhörer – und wir sprechen über Ihre Fragen.
Ich freue mich, Ihnen bald meine neue Podcast-Folge vorstellen zu können.
Ihr Harald Beintze





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